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PDF Dokument 2010 Technical Regulations for Prototype ("LM" P1 and "LM" P2), 38 Seiten , 2.580 kb

PDF Dokument 2010 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT1), 26 Seiten, 375 kb

PDF Dokument 2010 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT2), 24 Seiten, 317 kb

PDF Dokument 2010 Sporting Regulations, 22 Seiten, 305 kb

PDF Dokument 2010 Supplementary Regulations, 26 Seiten, 999 kb

PDF Dokument 2010 Technical Regulations Appendix, 10 Seiten, 919 kb

PDF Dokument 2009 Technical Regulations for Prototype ("LM" P1 and "LM" P2), 40 Seiten , 2.605 kb

PDF Dokument 2009 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT1), 26 Seiten, 341 kb

PDF Dokument 2009 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT2), 24 Seiten, 316 kb

PDF Dokument 2009 Sporting Regulations, 20 Seiten, 293 kb

PDF Dokument 2009 Supplementary Regulations, 22 Seiten, 373 kb

PDF Dokument 2009 Technical Regulations Appendix, 10 Seiten, 604 kb

PDF Dokument 2008 Technical Regulations for Prototype ("LM" P1 and "LM" P2), 38 Seiten , 884 kb

PDF Dokument 2008 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT1), 26 Seiten, 351 kb

PDF Dokument 2008 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT2), 23 Seiten, 325 kb

PDF Dokument 2008 Sporting Regulations, 16 Seiten, 281 kb

PDF Dokument 2008 Supplementary Regulations, 19 Seiten, 289 kb

PDF Dokument 2008 Technical Regulations Appendix, 10 Seiten, 604 kb

PDF Dokument 2007 Technical Regulations for Prototype ("LM" P1 and "LM" P2), 36 Seiten , 789 kb

PDF Dokument 2007 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT1), 26 Seiten, 273 kb

PDF Dokument 2007 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT2), 23 Seiten, 249 kb

PDF Dokument 2007 Sporting Regulations, 16 Seiten, 163 kb

PDF Dokument 2007 Supplementary Regulations, 20 Seiten, 208 kb

PDF Dokument 2007 Technical Regulations Appendix A, 5 Seiten, 82 kb

PDF Dokument 2006 Technical Regulations for Prototype ("LM" P1 and "LM" P2), 36 Seiten , 943 kb

PDF Dokument 2006 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT1), 25 Seiten, 340 kb

PDF Dokument 2006 Technical Regulations for Grand Touring Cars ("LM" GT2), 23 Seiten, 339 kb

PDF Dokument 2006 Sporting Regulations, 15 Seiten, 260 kb

PDF Dokument 2006 Supplementary Regulations, 20 Seiten, 304 kb

PDF Dokument 2006 Technical Regulations Appendix A, 5 Seiten, 178 kb

Le Mans Poster 1983


Le Mans Jaguar Poster 1957


Le Mans Jaguar Poster 1956


Le Mans Jaguar Poster 1954


Le Mans Poster 1959


Le Mans Strassenkarte 1970


Le Mans Flyer 1970


Le Mans Qualifikation 1971


Le Mans Poster 1977


Le Mans Poster 1980


Le Mans Poster 1983


Le Mans Poster 1993


Le Mans Poster 1993


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Klassenkampf - Das Reglement

In Le Mans geht es nicht nur um den Gesamtsieg, sondern es wird auch mit zum Teil erheblichem Einsatz um Klassensiege gerungen. Zurzeit gibt es 4 verschiedene Fahrzeugklassen, reinrassige Rennwagen (LMP1, LMP2) und "seriennahe" Sportwagen (LMGT1, LMGT2). "Königsklasse" und per Reglement am schnellsten ist die LMP1, aus dieser Gruppe kommt im Normalfall der Gesamtsieger.

Trotz dieser festen Einteilung beweist der Veranstalter durchaus Flexibilität. Es gab des öfteren Übergangsregelungen für Fahrzeuge früherer Reglements und auch für Einzelfälle gibt es hin und wieder Ausnahmeregelungen. Das genaue Reglement ist sehr detailliert, es geht z.B. um Lufteinlässe der Motoren und bei den GT1/GT2 Autos um produzierte Mindeststückzahlen, Grad der Seriennähe, Größe der Heckflügel und vieles mehr. Im Folgenden nur das Wichtigste über die einzelnen Klassen, mit Ausnahme des Gewichtes sind alle Zahlen Maximalwerte:

LMP1 - Le Mans Prototype 1

LMP1

  • Offene oder geschlossene Sportprototypen mit Platz für 2 Sitze
  • 6 ltr. Saugmotor oder 4 ltr. Turbo oder 5.5 ltr. Diesel
  • 4.65 m Länge, 2.00 m Breite, 1.03 m Höhe
  • 900 kg Mindestgewicht (930 kg für Dieselfahrzeuge)
  • 90 ltr. Tankinhalt (81 Liter für Dieselfahrzeuge)
  • Scheinwerfer mit weißem Licht
  • 16" Räder

LMP2 - Le Mans Prototype 2

LMP2

  • Offene oder geschlossene Sportprototypen mit Platz für 2 Sitze
  • 3.4 ltr. Saugmotor (max. 8 Zyl.) oder 2 ltr. Turbo (max. 6 Zyl.) oder 4.4 ltr. Diesel (auf Serienbasis)
  • 4.65 m Länge, 2.00 m Breite, 1.03 m Höhe
  • 825 kg Mindestgewicht
  • 80 ltr. Tankinhalt
  • Scheinwerfer mit weißem Licht
  • 14" Räder

LMGT1 - Le Mans Grand Tourisme 1

LMGT1

  • "Seriennahe" Sportwagen
  • Mindestgewicht ist abhängig vom Hubraum
  • 5.00 m Länge, 2.00 m Breite
  • 8 ltr. Saugmotor oder 4 ltr. Turbo
  • 90 ltr. Tankinhalt
  • Scheinwerfer mit gelbem Licht
  • 14" Räder
  • Karbonbremsscheiben

LMGT2 - Le Mans Grand Tourisme 2

LMGT2

  • "Seriennähere" Sportwagen
  • Nur bewegliche Teile der Karosserie dürfen gegen Leichtere ausgetauscht werden
  • 4.80 m Länge, 2.00 m Breite
  • Mindestgewicht ist abhängig vom Hubraum (höher als in der LMGT1 Klasse)
  • 8 ltr. Saugmotor oder 4 ltr. Turbo
  • 90 ltr. Tankinhalt
  • Scheinwerfer mit gelbem Licht
  • 12" oder 14" Räder abhängig vom Fahrzeuggewicht
  • Stahlbremsscheiben
  • Telemetrie ist seit 2010 erlaubt

Der Veranstalter achtet darauf, dass sich die einzelnen Klassen von der Geschwindigkeit her unterscheiden. So ist zum Beispiel ein 1.5% Unterschied in den Rundenzeiten der LMP1 und LMP2 Prototypen das erklärte Ziel, dazu wurde z.B. das Gewicht der LMP2 Klasse im Jahr 2008 auf 825 kg angehoben. Derzeit bemüht man sich, die Rundenzeiten bei max. 3:30 Min. zu halten, allerdings wurden die Fahrzeuge in den letzten Jahren immer schneller, die schnellste Rennrunde lag 2009 schon bei 3:24. Als Konsequenz wird das Motorenreglement der Prototypen ab 2011 drastisch geändert: Die bisherigen Limits der LMP2 Klasse sollen für die LMP1 Klasse gelten, in der LMP2 Klasse soll künftig mit serienbasierten GT-Motoren gefahren werden.

Die Performance der Autos wird vom A.C.O. ständig genau beobachtet und nötigenfalsl wird auch ganz kurzfristig eingegriffen, so wudren z.B. 2009 nach den 1000 km von Spa Franchorchamps wenige Wochen vor den 24 Std. von Le Mans die Dieselmotoren in der Leistung reduziert.

LMP2-Motor

Die Umweltschützer haben ebenfalls zugeschlagen, es gibt seit 2007 Lärmschutzbestimmungen in Le Mans. Erlaubt sind nur noch max. 112 dba. Gemessen wird an diversen Punkten der Strecke, jeweils 15 Meter von der Streckenbegrenzung entfernt.

Nachdem in der Vergangenheit nach extrem heißen Rennen immer mal wieder der ein oder andere Fahrer fast bewußtlos beim Boxenstop aus seinem geschlossenen Prototyp oder GT kippte, wurden aus Sicherheitsgrunden mittlerweile auch Klimaanlagen oder eine entsprechende Lüftung für die geschlossenen Fahrzeuge vorgeschrieben vorgeschrieben:

  • Bei Verwendung von Klimaanlagen: Die Innentemperatur des Cockpits darf nur noch 32 Grad betragen, dieser Wert muss z.B. nach einem Boxenstop innerhalb von 8 Minuten wieder erreicht werden.
  • Bei Verwendung einer Lüftung: Sobald das Fahrzeug in Bewegung ist, darf die Innentemperatur nur max. 12 Grad höher sein als die Außentemperatur.

Die Einhaltung obiger Regel wird mit im Cockpit in Kopfhöhe der Fahrer angebrachten Sensoren überprüft. Das vollständige Reglement fürs Rennen ist ziemlich umfangreich und man kann es sich von der Website des Veranstalters www.lemans.org runterladen.

Der Start

  • Zum Start stellen sich die Fahrzeuge nach einem versetzten 2 x 2 Schema auf, nach einer Runde hinter dem Führungswagen gibt es einen rollenden Start.
  • Der schnellste Fahrer jedes Teams soll beim Start am Steuer sitzen.
  • Falls ein Fahrzeug nicht zum Start erscheinen kann, hat das Team max. 1 Stunde Zeit um aus der Boxengasse zu starten, bevor es aus der Wertung ausgeschlossen wird.

Boxenstops

  • Der Motor muss ausgeschaltet und nach Ende des Boxenstopps mit Bordmitteln wieder angelassen werden.
  • Während des Betankens darf niemand am Auto arbeiten, der Wagen darf nicht aufgebockt werden. Einzige Ausnahmen sind das Reinigen der Scheiben und der Fahrerwechsel. Die Fahrzeuge müssen vor Beginn des Betankung geerdet werden und der Tank muss immer vollständig gefüllt werden, also keine "Splash & Dash" Szenarios!
  • Bei den Reifenwechseln dürfen von den 4 dafür vorgesehenen Mechanikern immer nur 2 gleichzeitig in Aktion sein, für den Reifenwechsel darf nur ein Schlagschrauber benutzt werden. Die Reifen und der Schlagschrauber dürfen erst aus der Box in die Boxengasse gebarcht weredn, wenn das Fahrzeug steht. Vor Verlassen der Box muss alles wieder in die Garage gebracht weredn.
  • Für alle anderen Reparaturen in der Boxengasse dürfen nur maximal 4 Mechaniker im Einsatz sein. Sobald das Fahrzeug in die Garage geschoben wird, dürfen beliebig viele Leute daran arbeiten.
  • Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse ist 60 km/h.
  • Es ist strikt verboten, beim Anfahren in der Boxengasse die Reifen durchdrehen zu lassen!
  • Die Benutzung des Rückwärtsganges ist in der Boxengasse verboten! Falls nötig, kann ein Fahrzeug in der Boxengasse von max. 4 Personen geschoben werden.

Reparaturen

  • Chassis und Motorblock dürfen natürlich nicht getauscht werden, seit den berühmten 4-Minuten-Getriebewechseln bei Audi gilt dies auch für Getriebegehäuse und Differential.
  • Ersatzwagen sind nicht erlaubt, sollte also ein Fahrer den Wagen beim Training oder Warm-Up irreparabel demolieren, hat das Team ein freies Wochenende.

Wertung

  • Dies ist ein Langstreckenrennen! Man wird nur gewertet, wenn man mindestens 70% der Distanz des jeweiligen Klassensiegers zurückgelegt hat und um 16:00 Uhr sonntags die karierte Flagge sieht. Wer also nach 23 Std. und 55 Minuten in Führung liegend ausfällt, taucht noch nicht mal in den Ergebnislisten auf, selbst wenn er bis dahin mehr Runden als der spätere Sieger zurückgelegt hat.

Zeitstrafen

  • Wer sich auf der Piste irgendwie daneben benimmt, dem wird vom Veranstalter eine Durchfahrts- oder Zeitstrafe aufgebrummt.Wird ein Fahrer mit der schwarzen Flagge zu einer Zeitstrafe in die Boxengasse gewunken, dann hat er maximal 4 Runden Zeit, diese Strafe anzutreten. Zeitstrafen dürfen nicht mit einem Boxenstopp kombiniert werden.

Fahrerwechsel

Fahrer

  • Pro Auto sind nur maximal 3 Fahrer zugelassen. Fahrer dürfen während des Rennens nicht von einem in ein anderes Auto (z.B. innerhalb desselben Teams) wechseln.
  • Jeder Fahrer muss während des Rennens mindestens 3 Runden bei Dunkelheit zurücklegen.
  • Jeder Fahrer muss sich im Training qualifizieren (115 % Regel auf die Durchschnittszeit der 3 Klassenbesten bezogen) und mindestens 3 Runden bei Dunkelheit zurückgelegt haben.
  • Innerhalb eines beliebigen 6-Stunden-Zeitfensters darf kein Fahrer mehr als 4 Stunden fahren (abzügl. Zeit der Boxenstopps)
  • Insgesamt darf ein Fahrer nur maximal 14 Stunden im Einsatz sein.

Unterwegs

  • Entfernt sich ein Fahrer während des Rennens auf der Rennstrecke mehr als 10 Meter von seinem Fahrzeug, zählt dies aus Ausfall und der Wagen darf nicht weiter am Rennen teilnehmen.
  • Auf der Rennstrecke darf keine fremde Hilfe in Anspruch genommen werden. Reparaturen dürfen nur vom Fahrer selbst mit den an Bord befindlichen Werkzeugen und Ersatzteilen vorgenommen werden. Das Auffüllen von Treibstoff an der Strecke ist verboten.
  • Fahrer dürfen ihr Auto nicht schieben.
  • Die Lichter des Fahrzeugs müssen ständig eingeschaltet sein.
  • Eine der verrücktesten Regeln und vor allem bei Dunkelheit kaum zu kontrollieren: Die weißen Linien welche die Strecke begrenzen sowie die Randsteine dürfen nicht mitbenutzt werden.

Sprit

  • Alle Teams müssen den vom Veranstalter bereitgestellten Treibstoff benutzen.

Reifen

  • Kann man so oft wechseln, wie man möchte, anders als z.B. in der Formel 1 gibt es da kein Limit.

Die "Leader Lights"

Leader LightsNeu seit 2007 ist die Einführung des "Leader Lights" Systems, welches die Zuschauer vor allem nachts oder bei schlechter Sicht über die Positionen informieren soll. Jedes Auto muss 3 LED's an beiden Seiten des Fahrzeugs befestigt haben, wobei die Farbe der LED's der Fahrzeugklasse entsprechen muss: LMP1 - rot, LMP2 - blau, LMGT1 - grün und LMGT2 - gelb. Beim führenden Fahrzeug jeder Klasse brennt 1 Licht, beim zweitplazierten Wagen 2 Lichter, beim drittplazierten Wagen 3 Lichter; wenn keine Lichter brennen, liegt das Fahrzeug auf Platz 4 oder noch weiter hinten. Die Lichter werden bei jedem Überfahren der Ziellinie/Zeitnahme automatisch neu geschaltet, man sieht also immer den Stand der jeweils vorhergehenden Runde. Dieses System war die Idee eines amerikanischen Fans und ist in der" American Le Mans Series" bereits seit 2002 im Einsatz.

Die Hintergrundfarben der Startnummern müssen übrigens auch dem bei den "Leader Lights" verwendeten Farbschema entsprechen. Die Nummern selber sind in weiss und müssen bei Nacht gut lesbar beleuchtet sein.