www.LeMansZone.de

Die Strecke

Le Mans ist einer der letzten Straßenrennkurse der Welt, der größte Teil der Strecke wird außerhalb der Rennen vom normalen Verkehr benutzt. Allerdings hat sich die Strecke im Laufe der Jahre deutlich verändert. Der ursprüngliche, 1923 benutze Kurs war 17,2 km lang und führte bis in den Vorort Pontlieue, in dem es eine Haarnadelkurve gab, die wiederum auf die lange gerade Landstrasse in Richtung Mulsanne führte. Bereits 2 Jahre später, im Jahr 1929, wurde diese Haarnadelkurve auf Bitten der Anwohner nicht mehr benutz, es enstand eine Abkürzung mit 2 Kurven und die neue Streckenlänge betrug 16,34 km

Die Strecke

Bis 1932 blieb die Strecke dann unverändert, bis der Veranstalter A.C.O. zwischen der Start-Ziel-Geraden und dem Anfang der Hunaudieres etwas Land erwarb. Dieser Teil der Strecke wurde dann komplett neu gestaltet, die "Esses" und "Terte Rouge" entstanden. Bis 1955 blieb die Strecke dann weitgehend unverändert, in diesem Jahr wurde dann als Reaktion auf den schrecklichen Unfall mit über 80 Toten die Start-Ziel-Gerade erheblich verbreitert.

1965 wurde der zusätzliche "Circuit Bugatti" als permanente Rennstrecke an den Kurs angebunden, dieser wurde jedoch für die 24 Std. nie benutzt.

Im Laufe der Jahre wurden die Fahrzeuge immer schneller und als Reaktion darauf wurde im Bereichg des Boxeneinganges 1968 die Ford Schikane gebaut. 1972 erwarb der A.C.O. weiters LAnd und gestaltete den Bereich zwischen Arnage und der Ford Schikane vollständig neu, die Porsche Kurven wurden gebaut und die Streckenlänge betrug danach 13,64 km, daran hat sich bis heute nicht viel geändert. 1987 wurde dann die schnelle Dunlop Kurve am Ende der Start-Ziel-geraden durch eine Schikane entschärft.

Am deutlichsten änderte sich der Streckenverlauf im Jahr 1990: Auf Druck der FIA als oberster Institution des Motorsports mussten die Veranstalter in die bis dahin längste Gerade der Welt 2 Schikanen einbauen, weil laut neuer Bestimmungen keine Gerade von mehr als 2 km Länge zulässig war. Der A.C.O wehrte sich zwar lange dagegen, aber als man damit drohte, dem Rennen jeglichen offiziellen Status und potentiellen Teilnehmern die Lizenzen zu entziehen, gab man nach. Nicht nur der Charakter der Rennstrecke änderte sich, auch die Autos waren betroffen: War bis dahin die Höchstgeschwindigkeit ein wichtiges Thema, so stand jetzt der nötige Abtrieb im Vordergrund. Die Topspeeds, bis dahin bei knapp über 400 km/h angekommen, sanken um 30-40 kmh/h, die Rundenzeiten stiegen um 12-15 Sekunden. Einen weiteren größeren Umbau gab es 2002, als der Abschnitt zwischen der Dunlopbrücke und Tertre Rouge komplett umgebaut wurde. Es kam eine neue Schikane hinzu und die Strecke wurde etwas länger. Die bislang letzte Änderung gab es 2007, die Tertre Rouge wurde leicht modifiziert und ist seitdem etwas schneller.

Die Strecke 2007

Für uns Zuschauer hat sich in den letzten Jahren viel verändert: Dort, wo man früher noch ungehindert photographieren konnte, wird jetzt die Sicht durch meterhohe Fangzäune gestört, und so dicht wie noch bei unserem ersten Besuch 1985 wird man wohl nie wieder an der Strecke stehen können. Aber Sicherheit hat nun mal einen Preis...